Ausstellung „Jüdische Schicksale in Werder (Havel) 1933–1945“ an unserer Schule

Veröffentlicht am 18. März 2026

Von Adrian Muehle

Aktuell ist an unserer Schule die eindrucksvolle Ausstellung „Jüdische Schicksale in Werder (Havel) 1933–1945“ zu sehen. Sie widmet sich dem Leben und Leiden jüdischer Bürgerinnen und Bürger während der Zeit des Nationalsozialismus und macht ein wichtiges Kapitel regionaler Geschichte sichtbar.

Über 200 Menschen aus Werder (Havel) waren von Verfolgung betroffen. Viele wurden gezwungen zu emigrieren, andere wurden deportiert und ermordet. Die Ausstellung zeigt anhand von persönlichen Geschichten, wie tief die nationalsozialistische Verfolgung in das Leben ganz normaler Familien und Nachbarschaften eingriff.

Durch anschauliche Texttafeln, interaktive Elemente und einen begleitenden Audioguide erhalten die Besucherinnen und Besucher einen eindrücklichen Zugang zu den einzelnen Schicksalen. Besonders deutlich wird dabei: Die Opfer waren Menschen aus der Mitte der Gesellschaft – unsere Nachbarinnen und Nachbarn.

Die Ausstellung leistet einen wichtigen Beitrag zur Erinnerungskultur. Sie hilft dabei, die Verbrechen des Nationalsozialismus nicht in Vergessenheit geraten zu lassen und sensibilisiert zugleich für aktuelle gesellschaftliche Herausforderungen wie Antisemitismus, Rassismus und Ausgrenzung.

Als Schule haben wir uns bewusst dafür entschieden, diese Ausstellung zu präsentieren. Wir möchten damit ein klares Zeichen gegen das Vergessen setzen und unsere Schülerinnen und Schüler dazu anregen, sich kritisch mit der Vergangenheit und ihrer Bedeutung für die Gegenwart auseinanderzusetzen.

Die Ausstellung kann voraussichtlich noch bis Ende April in unserer Schule besucht werden.