Ein herausragender sportlicher Erfolg für unsere Schule: Leni Herrmann und Julia Hoheisel (beide Jahrgang 10) haben bei der 12. Cheerleading World Championships in Takasaki (Japan) den 2. Platz belegt und dürfen sich nun Vizeweltmeisterinnen nennen.
Die beiden Athletinnen traten in der Kategorie Urban Cheer Dance Doubles an und überzeugten mit einer starken Performance die internationale Jury. Insgesamt gingen bei der Weltmeisterschaft Teams aus zehn deutschen Vereinen in 18 verschiedenen Kategorien an den Start – Leni und Julia gehörten zu den erfolgreichsten Vertreterinnen Deutschlands.
Von Berlin nach Japan – eine Reise zur Weltmeisterschaft
Die Reise zur Weltmeisterschaft begann für die beiden Schülerinnen in Berlin, führte über Helsinki nach Tokio, wo sie zunächst drei Tage verbrachten, um den Jetlag auszugleichen. Anschließend ging es mit dem Zug weiter nach Takasaki, dem Austragungsort der Meisterschaft.
Vor Ort nutzten Leni und Julia die Zeit für intensives Training, um optimal vorbereitet in den Wettkampf zu gehen. Am Samstag, den 13. Dezember 2025, war es dann so weit: In der Takasaki Arena präsentierten sie ihre Choreografie auf der großen WM-Bühne – mit dem verdienten Ergebnis Silber.
Begleitet wurden sie von ihren Trainerinnen Marlen Löwendorf und Alessandra Sommer sowie ihren Eltern. Die Gesamtkosten für Reise, Unterkunft und Teilnahme beliefen sich auf rund 8.000 Euro. Diese konnten dank Spenden und Sponsoren vollständig gedeckt werden – ein starkes Zeichen für die Unterstützung des Sports und der jungen Athletinnen.
Was ist Urban Cheer Dance Doubles?
Urban Cheer Dance Doubles ist eine spezielle Disziplin im Cheerleading-Bereich Dance. Im Fokus stehen:
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urbane Tanzstile (z. B. Hip-Hop-Elemente),
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Synchronität und Ausdruck,
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Musikalität und Dynamik,
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eine präzise Abstimmung im Zweier-Team.
Im Gegensatz zu klassischen Cheer-Formen gibt es keine Stunts, Hebefiguren oder Pyramiden. Stattdessen wird die Leistung rein tänzerisch bewertet – vergleichbar mit professionellen Tanzwettbewerben auf internationalem Niveau.
Warum gehört Cheerleading in Deutschland zum American Football?
In Deutschland ist Cheerleading historisch eng mit dem American Football verbunden. Der zuständige Dachverband ist der AFVD (American Football Verband Deutschland), dem auch die Cheerleading-Sparten angegliedert sind. Internationale Wettbewerbe wie die WM in Takasaki werden daher von Verbänden organisiert, die aus dem Football-Umfeld stammen.
Das erklärt, warum es im Cheerleading unterschiedliche Weltmeisterschaften gibt:
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Wettbewerbe mit starkem Bezug zum American Football,
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sowie andere internationale Formate mit unterschiedlichen Verbandsstrukturen.
Die Teilnahme von Leni und Julia erfolgte über den AFVD-angeschlossenen Verein SCG Großbeeren.
Interview mit Leni und Julia
Wie habt ihr den Moment erlebt, als feststand, dass ihr Vizeweltmeisterinnen geworden seid – was ging euch in diesem Augenblick durch den Kopf?
Es war sehr komisch da es anders ablief als bei anderen Meisterschaften. Wir haben alle Punktzahlen direkt nach den Auftritten gehört und es war deswegen ziemlich verwirrend. Wir konnten es garnicht glauben als uns dann verkündet wurde dass wir den zweiten Platz hatten.
Urban Cheer Dance Doubles erfordert perfektes Zusammenspiel – was macht eure Zusammenarbeit als Duo besonders und wie bereitet ihr euch gemeinsam auf Wettkämpfe vor?
Sehr viel Training. Wir hatten die Zeit vor der WM so viel Training wie noch nie und das hat uns natürlich stark geholfen. Wir kennen uns schon seit vielen Jahren und sind sehr gut befreundet deshalb ist die Zusammenarbeit kein Problem für uns.
Die Reise nach Japan war lang und intensiv: Was war für euch die größte Herausforderung – körperlich, mental oder organisatorisch?
Es war erstmal sehr schwer mit der Zeitumstellung klarzukommen und sich daran zu gewöhnen aber das hat eigentlich gut geklappt. Vom Mentalen her war es wie immer sehr aufregend Aufzutreten und eine hohe Spannung war vorhanden. Doch sobald wir die Matte betreten sind alle Gedanken weg.
Cheerleading wird oft mit American Football in Verbindung gebracht: Wie erklärt ihr Außenstehenden, was euren Sport ausmacht und warum Urban Cheer Dance für euch so besonders ist?
Der Sport Cheerleading ansich ist viel mehr als nur beim Footballspiel zu stehen und zu tanzen. Es ist ein sehr schwerer und anspruchsvoller Sport der der Außenwelt schwer zu erklären ist. Urban Cheer Double Dance ist für uns besonders weil wir schon als ganz junge Cheerleader davon geträumt haben so etwas zu machen. Wir hatten noch zwei ältere Teams in unserem Verein die das auch gemacht haben und wir fanden es immer sehr cool und wollten es unbedingt auch machen.
Was möchtet ihr jüngeren Schülerinnen und Schülern mitgeben, die davon träumen, einmal auf einer Weltmeisterschaft zu stehen?
Man kann alles schaffen wenn man daran glaubt. Egal in welcher Sportart man spielt, solange man diszipliniert und enthusiastisch an seinem Traum arbeitet ist alles möglich
Ein Erfolg, der stolz macht
Der Titel Vizeweltmeisterinnen ist nicht nur ein persönlicher Meilenstein für Leni und Julia, sondern auch ein außergewöhnlicher Erfolg für ihren Verein, ihre Trainerinnen und unsere Schule. Er zeigt, wie viel Engagement, Disziplin und Leidenschaft im Leistungssport stecken – und dass internationale Spitzenleistungen auch aus unserer Region möglich sind.
Wir gratulieren herzlich zu diesem großartigen Erfolg! Und versuchen noch ein Interview mit beiden zu führen.
Solltet ihr selbst an großen Veranstaltungen oder Deutschen Meisterschaften teilgenommen haben, teilt es mit uns und schreibt ed.wotlet-muisanmyg@egapmoh! Wir möchten über euch berichten!
Bildquelle + Zuarbeit: Anke (SCG Großbeeren), Leni & Julia (vielen Dank!)
