Weimar - Eine Stadt mit zwei Gesichtern

geschrieben am: 15.10.2012 13:45

Die Klassenfahrt der 10. Klassen 2012

 

Vom 03. -06. September 2012 besuchten wir, die 10. Klassen, Goethe und Schiller  in Weimar. Nachdem wir angekommen waren, bekamen wir eine Stadtführung, damit wir uns in unserer Freizeit in Weimar zurechtfinden konnten. Nach dem Abendessen durften wir unsere Zeit frei gestalten.

Am Dienstag tauchten wir in Goethes und am Nachmittag auch in Schillers Leben ein. Die Wohnhäuser lieferten uns einen Einblick in das Privatleben und in deren Hobbys. Goethe war beispielsweise ein leidenschaftlicher Sammler. Dies spiegelte sich in seinen gefühlten 100 Büsten und anderem Schnick-Schnack wider. Wohingegen Schiller sein Wohnhaus eher bürgerlich einrichtete. Trotz seiner vielen Schulden und dem Druck seiner Arbeit nahm er sich viel Zeit für seine Familie. Daher war vielen Schülern Schiller wesentlich sympathischer als Goethe.

Den Ausklang dieses anstrengenden Tages bildete ein Kinobesuch. Wir durften uns entscheiden, ob wir den dritten Teil von „Batman“ oder „Total Recall“ sehen wollten.

Am nächsten Tag lernten wir den brutalen Gegensatz Weimars kennen. Einerseits ist Weimar der Geburtsort der Weimarer Klassik, doch wenige Kilometer entfernt hat auch der Nationalsozialismus seine Spuren hinterlassen. In der Gedenkstätte Buchenwald wurden wir über den Schauplatz eines grausamen Zeitalters geführt. Wir sahen einen Dokumentarfilm über dieses Arbeitslager, was viele auf die unterste Gefühlsebene stürzte. Obwohl nicht viel erhalten ist, waren dennoch die Überbleibsel das Schockierendste, mit dem wir auf der Fahrt konfrontiert wurden.

Danach unternahmen wir wieder einen Zeitsprung von dem schrecklichen Nationalsozialismus in die fröhliche Moderne. Wir konnten uns entweder in dem Bauhaus oder in Goethes Gartenhaus wieder beruhigen.

In dem Bauhaus sahen wir uns die Architektur der Moderne an. Wusstet ihr, dass jeder Form eine bestimmte Farbe zugeordnet wurde, wie zum Beispiel dem Kreis die Farbe Blau?

Goethes Gartenhaus war nicht einfach nur ein Gartenhaus. Er hat dort zwar seine Pflanzen gepflegt und beobachtet, doch vorrangig mit seiner Frau gelebt. Das Haus war eine Art zweiter Wohnsitz. Wir Schüler waren natürlich besonders interessiert an dem Liebesleben Goethes. Könnt ihr euch vorstellen, dass durch die große Liebe zu seiner Frau das Bett innerhalb eines Jahres neunmal repariert werden musste?

Am Donnerstag traten wir schon wieder unsere Rückreise an. Doch bevor es nach Hause ging, legten wir einen Zwischenstopp in Jena ein. In einem Planetarium sahen wir eine spannende Vorführung über die Entstehung der Welt, der Sterne und Sternbilder. Dieser Film zeigte uns viele verschiedene Themen rund um unsere Erde und das Weltall. Dann ging es endlich zurück nach Teltow.

Im Großen und Ganzen können wir sagen, dass die Klassenfahrt Spaß gemacht hat und wir viel Interessantes gelernt haben.

 

Von Pia Hermann & Pia Materne & Philippa Donkersloot & Karina Brix  (10a)

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