Besuch der Gedenkstätte für Opfer der politischen Gewalt in Potsdam

geschrieben am: 29.12.2014 08:54

Der Leistungskurs Geschichte besucht die Gedenkstätte für Opfer der politischen Gewalt in Potsdam

Historische Zusammenhänge lassen sich nicht nur aus dem (Lehr-)Buch erschließen, vielmehr entwickelt sich ein fundiertes Geschichtsbewusstsein erst dann, wenn man sich die Rahmenbedingungen für menschliches Handeln und Leiden vor Ort bewusst macht. Eingebettet in die Zusammenhänge des Unterrichts, traten die Zwölftklässler vom Leistungskurs Geschichte am 11. Dezember ihre Reise in die Vergangenheit an. Das Ziel war die „Gedenkstätte für Opfer von politischer Gewalt im 20. Jahrhundert“ in der Potsdamer Lindenstraße. Dort angekommen, waren alle Schüler vollends überrascht, dass mitten in der Innenstadt eine derartige Institution über Jahrzehnte hinweg existierte. Die nächste Überraschung ließ aber nicht lange auf sich warten, denn nach der gemeinsamen Anreise schlüpfte Niklas Rietz in die ungewohnte Lehrerrolle. Im Zuge seines obligatorischen Leistungsnachweises führte er den Kurs durch die bedrückenden Räumlichkeiten, die gleichermaßen von der Stasi und dem KGB als Gefängnis genutzt wurden. Dank einer guten Vorbereitung informierte er seine Mitschüler über zahlreiche Facetten dieser historischen Stätte und es gelang ihm, sie nachdenklich werden zu lassen, über das, was sich im Schulalltag nur über Quellen aneignen lässt.

 

Jens Segebrecht

Zurück

Sie befinden sich hier:
  Immanuel-Kant-Gymnasium » Startseite » Newsanzeige