Auf der Suche nach einem neuen Zuhause

geschrieben am: 26.09.2011 14:18

Als zu Beginn dieses Schuljahres die neuen siebenten Klassen eingeschult wurden, war das auch für mich eine neue, ungewohnte Situation. Zuvor unterrichtete ich 13 Jahre an einem anderen Gymnasium und wurde an diesem Samstag mit den Schülern der Klasse 7d als Klassenlehrerin sozusagen mit eingeschult.

In den ersten zwei Schulwochen war kaum Zeit uns kennenzulernen und so half mir die tolle Tradition des Immanuel- Kant- Gymnasiums, welches für alle siebenten Klassen eine Kennenlernfahrt im Schulprogramm verankert hat, den Schülern der 7d näherzukommen.

Die Fahrt ging ins Jugendzentrum nach Blossin. Mit guter Laune im Gepäck trafen wir am 05.09. mit zwei Bussen dort ein. Leider hatten wir vergessen gutes Wetter zu bestellen. Aber auch der Regen konnte uns den Aufenthalt nicht verderben. Alle Schüler fanden ein Zuhause auf Zeit in gemütlich eingerichteten Holzhäusern oder Jugendhotelzimmern, in denen man abends prima „chillen“ konnte. Und wenn es auch von oben oft nass auf uns niederprasselte, zog man sich nicht in sein Schneckenhaus zurück: Nein man veranstaltete vor den Häusern lieber eine ordentliche Wasserschlacht, das macht viel mehr Spaß.

Aber nicht nur die Abende vermittelten Gemütlichkeit, Geselligkeit und eine Menge Spaß bei Sport, Disco und Lagerfeuer. Einige Jungs ließen sogar mit ihrer Lehrerin im Fitnessraum die Muskeln spielen. Auch am Tag hatten wir ein volles Programm. Unsere Schüler entdeckten den Spaß am Segeln und Klettern und versuchten sich als Kanuten. Geschicklichkeitsspiele und ein Orientierungslauf förderten den Teamgeist.

Aber auch ich durfte noch etwas lernen. Anglizismen pflanzen sich in unserer Sprache ja bekanntlich in einem rasanten Tempo fort. Die sind wie Bakterien, die selbst ihren Weg ins abgelegenen Jugendzentrum im Wald finden. Viele hatten ein Handy dabei, einige wollten im Netz surfen und wir wurden von Teamern betreut. Alles klar- Gruppenbetreuer oder Gruppenleiter sind out – um den Teamgeist zu unterstreichen, nennt man sich jetzt - Teamer.

Dann habe ich dieses Word gecheckt und jetzt als Input gespeichert.

Als wir am 09.09. die Rückreise antraten, hatten wir eine Menge erlebt und uns besser kennengelernt. Es war für Schüler und Lehrer eine gelungene Fahrt, an die ich gerne zurückdenke. Ich kann sagen, bei den Schülern der Klasse 7d und meinen Kollegen habe ich ein neues Zuhause als Teamer, nein doch lieber als Teacher, nein als Lehrerin gefunden.

 M. Williams, Klassenlehrerin der 7d

 

Ein Erfahrungsbericht, dem wir, die Klassenleiter der anderen 7. Klassen, uns nur anschließen können!

Wer mehr über Blossin und die dort angebotenen Aktivitäten erfahren möchte, besucht die Homepage www.blossin.de.

 Die Klassenleiter der neuen 7. Klassen

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